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STÄDTE * REISEN

STÄDTE * REISEN

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Küchen Design Magazin 1/2021

Fenster und Türen auf – man möchte reisen, rausgehen und schreien. Das letzte Jahr hat uns gezeigt, auf was wir alles verzichten können, aber: Je größer die Zurückhaltung ist, desto stärker wird die Lust auf das, was man nicht bekommt. Wir haben vergangenes Jahr gelernt, uns wie ein Aal zu bewegen, möglichst alles richtig zu machen, nicht anzuecken und brav alle Maßnahmen mitzumachen. Irgendwann ist es doch in Resignation ausgeartet. Es interessieren die aktuellen Meldungen nicht mehr, denn es dreht sich alles nur noch um Macht, Geld und Politik. Dazu kommt jetzt noch die Kanzlerfrage, die man auch schon weit in den Hintergrund schiebt, da sich sowieso nichts ändert. Aber nichtsdestotrotz bringen wir Ihnen die Normandie ins Haus! Die Milde des Golfstroms, den Duft von Apfelblüten, einen Hauch von Dior und das Licht des großen Impressionisten Claude Monet. Begleiten Sie uns auf den folgenden Seiten in eine ebenso malerische wie authentische und geschichtsträchtige Landschaft im Norden Frankreichs – lieblich und rustikal zugleich. Die Normannen lehren uns, dass sich Eleganz und ländlicher Charme nicht widersprechen müssen, dass Genussfreude Tradition sein kann und manche Gärten nicht nur grün und hübsch sind, sondern geradezu Quelle der Inspiration. In der Normandie wird auch wieder einmal deutlich, dass außergewöhnliche Erzeugnisse ein besonderes Maß an Hingabe brauchen und „gut Produkt“ sprichwörtlich Weile haben muss. Wir begeben uns zum Beispiel auf die Spuren einer jungen Designerin, die sich dem alten Thema Flachs und Leinen gewidmet hat, beschäftigen uns mit einem Landwirt, dessen Rinder hausgemachten Cidre trinken, und erfahren Aufschlussreiches über die jahrhundertelange normannische Gepflogenheit der Austernkultivierung. Man muss nicht einmal selbst vor Ort sein, um zu spüren, dass ein Landstrich mit einem Instinkt für Kostbares, Kunstvolles und Kulinarik auch zum Thema „Küche“ einiges an Anregungen bereithält – und zwar weit über den gewohnten Tellerrand hinaus. Zwei Jungköche zeigen, was Sie aus einem traditionellen Camembert machen können. Vielleicht bekommen Sie ja Lust, sich die provinzielle Lässigkeit der idyllischen Dörfer, das schicke Flair der stolzen Hafenstädte oder den berührenden Zauber des Mont-Saint-Michel ein Stück weit ins traute Heim zu holen. Oft sind es nur kleine Details, die das Wohnen gleich revolutionieren, für mehr Gemütlichkeit, Luxus oder die ersehnte frische Brise in Haus und Garten sorgen. Man muss einfach die Augen nach ihnen offen halten – und hier wären wir dann auch wieder bei Claude Monet: „Jeden Tag entdecke ich noch schönere Dinge, es ist zum Verrücktwerden“, sagte er einmal, als er an der normannischen Küste des Ärmelkanals malte. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen!

 

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